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Sommer zwischen den Jubiläen (3-2019)

Wenn diese Zeilen im Druck sind, dann feiern wir gerade das Jubiläum der Gründung der Langelner Deutschordens-Kommende vor 800 Jahren. Sicher ein großes Fest. Daher ist es gut, wenn nun vor uns die Sommerferien und etwas Erholung liegen. Im letzten Jahr war diese Sommerzeit gefüllt mit der Neueindeckung unseres Pfarrhausdaches. Dies ist zur Freude der Gemeinde zu einem gelungenen Werk geworden. Baulich ist in diesem Jahr etwas Ruhe, wir brauchen die Kraft für die Festlichkeiten, denn nach der Sommerpause steht das nächste Jubiläum ins Haus. Unser Langelner Heimatmuseum im Kirchturm existiert in diesem Herbst 20 Jahre. Die Öffnung von Turm und Kirche am Tag des Offenen Denkmals ist seit Jahren zu einer guten Tradition geworden. In diesem Jahr wollen wir dabei auch ein wenig den 20. Geburtstag feiern. Also den Sonntag, 8. September, schon einmal vormerken, genaueres ist dann über Aushänge und die Presse zu erfahren. Zwei Wochen später feiern dann die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden ihre diesjährige Jubelkonfirmation in unserer Kirche und im „Schwarzen Ross“. Walburg Meyer hat dankenswerter Weise wieder die Koordination von Seiten der Kirchengemeinde übernommen.

Zwischen den Feierlichkeiten laufen die Gottesdienste und anderen Veranstaltungen wie gewohnt weiter. Pfarrer Albrecht und seine Frau werden aber nicht wieder zur Urlaubsvertretung anreisen. Das ist ihnen im Alter nun doch zu beschwerlich. Dankbar schauen wir auf viele gemeinsame Sommer zurück.

Hat auch das Bauen in diesem Jahr etwas Pause, so beginnen doch gerade die Planungen für das nächste Jahr. Der Nordeingang in unserer Kirche, de „Haupteingang“ muss instandgesetzt werden, damit er auch zukünftig seine Funktion erfüllen kann. In diesem Zuge soll dann auch die Kirchentür, die Hoyer von Lauingen im Jahr 1613 dort einbauen ließ, restauriert werden. Über der Kirchentür gab es damals, so überliefert es Eduard Jacobs, folgende Inschrift: „Anno 1613 hat her Hoier von Lawingen, comentor zu Lengelem, dies kirchthuer bawen lassen.“

Nun aber wünsche ich uns erst mal einen schönen Sommer mit genügend Freiraum zur Erholung, den Kindern tolle Ferien und allen Reisenden, dass sie behütet ans Ziel und wieder heim kommen.

Hendrik Finger

Auf ein Wort (3-2019)

Liebe Leser,

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. (Sprüche 16,24)

Wenn ich zum Frühstück wählen kann zwischen einem Honigbrötchen und einer Käsestulle, dann freue ich mich auf das süße Brötchen. Auch tagsüber brauche ich immer mal wieder was Süßes. Einen Energieschub. Und bei allem, was an Zucker schlecht ist, hat doch der Honig etwas Gutes. Der weise König Salomo vergleicht die Wirkung von Honig mit guten Worten: „Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ Salomo beobachtet: Gute Worte können wie guter Fruchtzucker sein. Sie werden vom Körper aufgenommen und spenden Energie. Damals stellte man sich das so vor: Die Empfindungen der Menschen sitzen in den Gliedern. In Redewendungen begegnet uns das heute noch: „Da habe ich mich bis auf die Knochen blamiert“, sagen wir beispielsweise. Was „bis auf die Knochen geht“, berührt mich im Innersten. Wo ich mich schäme. Wo ich versagt habe. Wo ich verletzt wurde. All das steckt mir in den Gliedern. Die Naturheilkunde schreibt dem Honig heilende Fähigkeiten zu. Honig wirkt entzündungshemmend. Und die Süße – in Maßen – gibt Energie. Was für den Körper der Honig ist, ist für unsere Seele das ermunternde Wort. Wir brauchen die Erfahrung, dass jemand für uns da ist, mit uns redet, uns zuhört. Freundliche Worte richten uns auf. Verletzungen können heilen. Wir können uns gestärkt auf den Weg machen. Wie gut tut das, wenn jemand wohlwollend mit uns redet. Was für eine Kraft steckt in ermutigenden Worten. Die Süße guter Worte habe ich immer wieder erfahren. Gott sei Dank. Ich nehme mir vor, sie weiter zu geben. Dazu überlege ich mir, wem ich heute begegne. Und wie ich ihr oder ihm etwas Gutes sagen kann. Ehrlich soll das sein. Nicht schleimig. Wertschätzend und aufbauend. Wer weiß, vielleicht gibt das diesen Menschen neue Energie. Honig für die Seele. Der weise Salomo ist sich sicher: Genauso funktioniert das. Denn „freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“

Ihr Sebastian Beutel

Erweiterte Vorbereitungssitzung

Am 11. April um 20.00 trifft sich der Gemeindekirchenrat mit weiteren Beteiligten um über die Vorbereitung des Jubiläums der Gründung der Deutschordenskommende vor 800 Jahren und das Gemeindefest zu beraten. Wer Interesse hat ist gern zu dieser Sondersitzung eingeladen.

Achtung neu: Eltern-Kind-Kaffee

Bis vor einigen Jahren gab es in der Gemeinde eine gut angenommene Mutter-Kind- Gruppe. Die ersten Kinder aus dieser Gruppe sind jetzt junge Erwachsene. Ein ähnliches Format wollen wir mit dem Eltern-Kind-Kaffee auf den Weg bringen. Wir starten damit am Dienstag, dem 2. April um 16.00 Uhr im Pfarrhaus und setzen dies jeden ersten Dienstag im Monat fort. Das Angebot richtet sich in erster Linien an Kinder, die noch nicht zur Schule gehen und ihre Eltern. Ansprechpartner für alle, die daran Interesse haben, ist Peggy Armster. Wer möchte, kann aber auch im Pfarrhaus bei Familie Finger 039458/335 anrufen und etwas darüber erfahren.

Oder schaut einfach rein, am 2. April um 16.00 Uhr.

Rückblick auf den Weltgebetstag (2-2019)

In fröhlicher Runde feierten wir am ersten Freitag im März den Weltgebetstag, der uns in diesem Jahr besonders mit den Frauen in Slowenien verband. Ein Team von acht Frauen aus Langeln hatte sich intensiv mit der Organisation dieses Nachmittags im Pfarrhaus beschäftigt. Da wurden die Lieder und Texte der Gottesdienstordnung eingeübt und Rezepte für slowenische Gebäcke verteilt, die Gestaltung des Gemeinderaums überlegt…

Das Thema dieses Tages: Kommt, alles ist bereit! ging aus der biblischen Geschichte vom großen Abendmahl (Lukas 14) hervor. So lag es nahe, dass wir auch in unsere Frauenkreisrunde ein paar Gäste einluden. Und dann war es soweit: der Tisch festlich geschmückt mit roten Nelken, der Nationalblume Sloweniens, mit Honig und Trauben, die für den guten Wein und die vielen Bienenprodukte im Land stehen, dazu das Nationalgebäck – Potica, ein Hefegebäck mit Walnussfüllung – und zwei andere Kuchen nach slowenischen Rezepten. So fanden alle 19 Frauen einen Platz am Tisch – und es war immer noch Platz.

Zunächst machten wir uns mit Land und Leuten bekannt. Unser Hauptgast war Zdenka Kaufmann aus Ilsenburg. Als gebürtige Slowenin konnte sie uns natürlich am besten und sehr lebendig von ihrem Land erzählen. Bilder unterstützten ihre Worte. Dann gab es Kaffee und die leckeren slowenischen Kuchen. Und schließlich feierten wir den Gottesdienst nach der Ordnung, die uns die Frauen in Slowenien vorbereitet hatten. Ein kleines Agape-Mahl mit Brot und Trauben verdeutlichte noch einmal in besonderer Weise, dass wir alle eingeladen sind an Gottes Tisch. Diese Einladung sollten wir getrost annehmen.

Ich danke allen, die sich mit so viel Fleiß, Mühe und Freude an der Vorbereitung und am Gelingen dieses Tages beteiligt haben. Auch im kommenden Jahr wird wieder am ersten Freitag im März der Weltgebetstag rund um den Globus gefeiert. Dazu wird die Gottesdienstordnung von Frauen aus Simbabwe vorbereitet. Wer Interesse hat, im Vorbereitungsteam mitzumachen, kann sich gern bei mir melden. Wir freuen uns über jede!

Cordula Finger