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Auf zum Gemeindefest

Auch in diesem Jahr feiern wir unser Gemeindefest am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, dem 12. September. Wir beginnen um 14.00 Uhr mit einer Andacht in der Kirche und wollen unser Fest im Pfarrhof fortsetzen mit einer Kaffeetafel und anderen kleinen Dingen. Die Kirche und das Heimatmuseum im Turm sind geöffnet und laden zum Schauen und Verweilen ein.

Auf ein Wort (September – November 2021)

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Herbst steht vor der Tür und damit die Zeit der Ernte. Erntedank! In diesem Jahr durfte ich die Großzügigkeit der Schöpfung Gottes aus nächster Nähe erleben. Wie der Garten grünt und blüht, wie das Unkraut wuchert, wie die Früchte reifen. Die wöchentliche Gemüsekiste vom nahegelegenen Bauernhof quillte zeitweise über und ich habe so viel neues Gemüse entdeckt und Gerichte gekocht, von denen ich nie etwas gehört hatte. Ich habe erlebt: kochen macht Spaß, gutes Essen bedeutet Lebensqualität. Im Gegensatz dazu stehen alle Arten von überteuerten Fastfood Restaurants, künstlich hergestellte Nahrungsmittel und Fertiggerichte, welche mit heißem Wasser und einmal umrühren in fünf Minuten fertig sind. Die Nahrungsmittelindustrie lässt sich immer wieder etwas einfallen, denn mit dem Hunger der Menschen lässt sich viel Geld verdienen. Dazu kommen die Belastungen für die Gesundheit und für die Umwelt, Verschwendung auf der einen, Knappheit und Hunger auf der anderen Seite, Preisdruck bei den Bauern durch große Konzerne. Irgendwie ist da was aus dem Gleichgewicht geraten. Im 2. Buch Mose wird von dem Volk Israel erzählt, das nach der Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei in der Wüste wandert: Wie sollen so viele Menschen gesättigt werden, wo doch in der Wüste nichts wächst? Das Volk „murrt“ und ist bereit, zurück zu den „Fleischtöpfen Ägyptens“ zu kehren, denn dort gab es wenigstens was zu essen. Gott aber lässt sein Volk nicht im Stich. Im Morgentau findet es das „Himmelsbrot“ Manna, etwas Kleines, „Knuspriges, fein wie Reif“. Es ist kostbar und nahrhaft, lässt sich aber nicht lagern. Wenn jemand mehr Manna gesammelt hat als er braucht, so ist es am nächsten Tag faul. Gott entleert so die Gier der Menschen, sorgt für Nahrungsgerechtigkeit und sagt gleichzeitig: Sorgt euch nicht, denn ich sorge für euch. Ich erlebe immer wieder und bin dankbar darüber, dass Gott für mich sorgt. Und gerade aus dieser Dankbarkeit heraus sorge ich mich um Gleichgewicht und Gerechtigkeit, kaufe bewusst ein, möglichst einheimische Produkte. Ich möchte dazu beitragen, dass alle Menschen auf der Welt genügend zum Leben haben und gesund sind. Denn so hat es Gott von Anfang an gewollt. Dass dabei seine wunderbare Schöpfung erhalten bleibt, gehört selbstverständlich dazu.

Es grüßt Sie herzlich, Ihre Pfarrerin R. Arendt-Wolff

Herbst voller Hoffnung (September – November 2021)

Eine lange Durststrecke im gemeindlichen Leben lag hinter uns, als wir im Juni wieder in den Gemeindekreisen zusammenfinden konnten. Die Corona-Pandemie brachte so manche Veranstaltung zum Erliegen, führte zum Stillstand im Vereinsleben und zu zahlreichen Beschränkungen im Beruf und in der Schule. Auch unser Gemeindeleben kochte auf Sparflamme vor sich hin. Der Sommer brachte die Öffnung vieler Beschränkungen mit sich, Inzidenzwerte bei der Ansteckung mit Covid-19 fielen und machten so den langsamen Anstieg einer geschützten Normalität möglich. Nun liegt der Herbst vor uns und niemand weiß genau, was er in Sachen Pandemie bringen wird. Wir sind aber voller Hoffnung, dass es uns gelingen wird, unser Gemeindeleben aufrecht zu erhalten. Mit dem Gemeindefest am Tag des offenen Denkmals wollen wir einen ersten herbstlichen Höhepunkt gestalten. Wie im vergangenen Jahr wollen wir wieder an der Kombination der beiden Ereignisse festhalten und einen schönen Nachmittag in Kirche, Kirchturm und Pfarrhof verleben. Termin ist der 12. September. Bereits für 14 Tage darauf haben wir die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden zur diesjährigen Jubelkonfirmation eingeladen und wollen hoffen, dass es uns in diesem Jahr gelingt, diese durchzuführen. Wiederum 2 Wochen später feiern wir unseren diesjährigen Erntedankgottesdienst am Sonntag nach dem Erntedanksonntag. Da wir den Gottesdienst in den letzten Jahren, wenn es ein Langelner Erntefest gab, mit diesem kombinierten, sind wir dem Termin treu geblieben. Da es wahrscheinlich kein großes Erntefest oder vielleicht eine abgespeckte Version geben wird, haben wir den Erntedankgottesdienst für den 10. Oktober um 9.30 Uhr in der Kirche eingeplant. Nach diesen vielen herbstlichen Höhepunkten ist bald wieder Zeit für einen besinnlichen Advent. So planen wir ganz hoffnungsvoll den Musikalischen Advent und wünschen uns, dass in diesem Jahr unserem Chor und seinen Partnern wieder erlaubt ist, uns zu einer besinnlichen Stunde in die Marienkirche einzuladen. Es wäre toll, wenn wir uns da am 2. Advent um 16.00 Uhr in unserer Kirche begegnen. Ich kann nur hoffen, dass es voran geht mit einem etwas normaleren Gemeindeleben. Wie die Pandemie sich entwickelt, ist für uns nicht absehbar, aber wenn sich die Situation wieder verschlechtert, werden wir als Kirchengemeinde unserer Verantwortung nachkommen.

Ich wünsche uns allen, dass wir behütet und bewahrt bleiben, egal was uns treffen möge.

Hendrik Finger

Nächste Höhepunkte stehen an

Am 29. August ist wieder Gottesdienst mit unserer Pfarrerin Arendt-Wolff, die dann aus dem Urlaub längst zurück ist. Vierzehn Tage später, am 12. September feiern wir unser Gemeindefest am Tag des offenen Denkmals und weitere 14 Tage später unsere diesjährige Jubelkonfirmation.

Auf ein Wort (Juni-August 2021)

Liebe Leserinnen und Leser!

Im Garten sitzen, den Himmel schauen, dem Vogelgezwitscher zuhören – wie wunderschön, dass das wieder möglich ist. Zu spüren, wie mich die Sonne wärmt, zu sehen, wie der Regen die Pflanzen wachsen und Wiesen bunter werden lässt. Bei all dem kann ich nachvollziehen, was der Apostel Paulus meint wenn er sagt: „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir“(Apg 17,27). Mit diesen Worten versucht er damals den Menschen in Athen zu beschreiben, wie Gott ist, was Gottes Nähe bedeutet, wie sich das anfühlen kann. In Gott leben, weben und sind wir! Welch eine wunderschöne Botschaft! Gott ist in seiner Schöpfung zu finden – und ich bin ein Teil davon. Also bin ich mit IHM verwoben. Und indem ich genieße und staune, wird Gott zu einem Teil von mir. Dann aber gibt es Gewitter und stürmische Fluten, Windbruch und Borkenkäfer, vertrocknete Wälder, Pandemien – und Gott scheint wieder recht fern. Dennoch: wenn es gilt, dass Gott nicht ferne einem jeden von uns ist, dass wir mit ihm und er mit uns verwoben ist, dann ist er auch in der Schwere bei uns. Und wenn wir in Gott leben, weben und sind, dann ist diese Gewissheit stärker als Tod und Angst und alle Ungewissheit. In dieser Gewissheit gehen wir hinein in diesen Sommer und harren der Dinge, die da kommen mögen.

Noch einmal veröffentlichen wir Veranstaltungstermine „auf Hoffnung“ hin und verweisen auf die Aktualisierungen an den bekannten Aushängen. Bei all dem bleibt die Gewissheit, dass die Zeit nicht mehr fern ist, in der wir uns wieder persönlich und mit allen Sinnen werden begegnen können. Bis dahin – bleiben Sie behütet und gesund!

Ihre Pfarrerin Roseli Arendt-Wolff

Ein Nebenraum mit großem Namen – Sakristei (Juni-August 2021)

Die Sakristei ist Nebenraum einer Kirche, gedacht zur Aufbewahrung der heiligen Geräte, Paramente, Gewänder, liturgischen Bücher usw. sowie zur Vorbereitung von Priestern, Pfarrerinnen und Pfarrern auf die Heilige Messe bzw. den Gottesdienst. Die Sakristei hat ihren Namen aus dem lateinischen sacer, was sich mit geweiht, heilig übersetzen lässt.

Vor einigen Jahren gab es eine hochrangige Bauberatung im Zuge der Sanierung unserer Marienkirche. Ein Teilnehmer fand nicht den Eingang, den wir durch unsere Sakristei nahmen, er meinte das wäre doch ein Stall. Da unser Herr und Heiland einst in einem Stall das Licht der Welt erblickte und seine erste Zeit irdischen Daseins in einer Futterkrippe liegend verbrachte, kann die Bezeichnung Stall für ein Gebäude nicht abwertend sein. Mit Sicherheit hatte Derjenige es aber nicht so gemeint, er sah einen unaufgeräumten Raum, zusätzlich zu seinem schon unglücklichen Zustand gefüllt mit Baumaterial, Werkzeug und Gerümpel. So sah es zum Glück in den letzten Jahren nicht mehr aus, aber schön war es auch nicht.

Im Gemeindekirchenrat hatten wir uns vor einiger Zeit darauf verständigt, unsere Sakristei dem Heiligen wieder etwas näher zu bringen. Die vielen kalten Tage dieses Frühlings wurden genutzt, um zu reparieren, zu renovieren und zu möblieren. Unserer Pfarrerin einen entsprechenden Raum zur Vorbereitung auf den Gottesdienst, für ihre gemeindliche Arbeit in und um die Kirche zu geben, der Gemeinde einen freundlichen, einladenden Raum zu gestalten war Motivation genug. Es ist ein schöner und praktikabler Raum für alle, die in der Gemeinde Dienst tun, entstanden. Ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit geht dabei an unseren Männerkreis, von dem einige aktiv waren, ein großer Extradank geht dabei an Walter Schmidt, der so mache Stunden geleistet und so einiges organisiert hat. Meinem Dank möchte ich nun den Wunsch anschließen, dass sich die Pandemielage verbessert, damit dieser Raum so richtig genutzt werden kann, dass Kirche und Pfarrgarten wieder Mittelpunkt gemeindlichen Lebens mit Gottesdiensten, Konzerten und Festen werden. Vielleicht gibt es ja im Frühsommer Lockerungen, die ein langsames Ansteigen von Aktivitäten ermöglichen.

Ich wünsche uns allen, dass wir die Pandemie bald überstehen, dass wir immer die nötige Geduld haben, nie die Hoffnung verlieren und in SEINEM Frieden behütet sind.

Hendrik Finger