Saison der Marienkirche beginnt

Nach einer ersten erfolgreichen Reinigung – vielen Dank den Mitwirkenden – öffnen sich wieder die Türen unserer Marienkirche. Wir starten mit einer Trauung am Samstag dem 28. März und sind dann ab Karfreitag wie in jedem Jahr mit den Gottesdiensten wieder in unserer schönen Marienkirche.

An(ge)dacht 2-2026

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Bibel erzählt, dass sich Jesus nach seiner Auferstehung seinen Freunden gezeigt hatte. Einer von ihnen, Thomas, war beim ersten Mal nicht dabei, sondern hatte nur davor gehört. Als er dann endlich selbst vor Jesus stand, da reichte ihm nicht, ihn nur zu sehen, sondern er wollte ihn auch berühren. Damit er glauben konnte, dass es wirklich Jesus war. Manchmal denke ich: Dieser Thomas gefällt mir. Er ist keiner, der einfach alles glaubt, was andere erzählen. Die anderen Jünger sagen: „Wir haben den Herrn gesehen!“ Thomas aber antwortet ehrlich: Erst wenn ich es selbst erfahre, kann ich es glauben. Wir kennen diese Haltung. Viele Menschen sagen: „Ich weiß nicht so recht, ob ich glauben kann.“ Oder: „Ich habe lange nichts mehr mit Kirche zu tun gehabt.“ Dahinter steckt selten Ablehnung, sondern oft ist es eher eine leise Frage: Hat das wirklich etwas mit meinem Leben zu tun? Jesus weist Thomas in seiner Suche nach etwas Greifbarem nicht zurück. Ganz im Gegenteil: Er kommt ihm entgegen und zeigt ihm seine Wunden – die Spuren dessen, was er durchlitten hat. Plötzlich wird der Glaube für Thomas ganz konkret. Das berührt mich an dieser Geschichte. Erstens: Jeder Mensch glaubt anders, hat andere Bedürfnisse. Zweitens: Jeder Mensch kann zu Jesus kommen und wird nicht abgewiesen. Drittens: Glaube wächst mitten im Leben – mit seinen Erfahrungen, seinen Fragen und auch seinen Wunden. Vielleicht geschieht das auch bei uns, oft ganz unscheinbar. Wenn wir im Gottesdienst zusammenkommen und ein Lied singen, das uns trägt. Wenn beim Gespräch vor der Kirche jemand fragt, wie es dem anderen geht. Wenn Menschen füreinander da sind, füreinander beten und Anteil nehmen, wenn Krankheit oder Sorgen ins Leben treten. Und wenn sie sich miteinander freuen und feiern, wenn es wieder mal einen schönen Höhepunkt gibt. Gerade hier kann Glaube sehr konkret werden: im Miteinander, im Zuhören, in der Sorge füreinander und in der Freude miteinander. Jesus sagt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Für mich ist das kein Druck, einfach glauben zu müssen, sondern eher eine Einladung zum Vertrauen – auch dann, wenn nicht alles klar und sicht-bar ist. Vielleicht braucht es dafür genau das, was die Kirchengemeinde sein kann: einen Ort, an dem man kommen darf, wie man ist. Mit Glauben – oder mit Zweifeln.

Ich würde mich freuen, wenn wir uns bei der einen oder anderen Gelegenheit begegnen – im Gottesdienst, bei einer Veranstaltung oder einfach im Gespräch.

Ihre Pfarrerin Roseli Arendt

Neuer Gemeindebrief

Mittlerweile ist er längst verteilt der neue Gemeindebrief. Die Kirchengemeinde Langeln hat sich der Gemeinschaftsausgabe von Wasserleben und Heudeber angeschlossen. Auf einem Einlegeblatt gibt es noch ein paar ortsspezifische Informationen. Der Gemeindekirchenrat wird dem neuen Format noch einen „Jahresbrief“ für die Kirchengemeinde Langeln an die Seite stellen, der im ersten Quartal des Jahres erscheint.

An(ge)dacht und eingeladen 1-2026

Liebe Leserinnen und Leser!

Ein neues Jahr liegt vor uns und mit ihm ganz viel Motivation, Neues auszuprobieren und gute Vorsätze zu befolgen. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir, wie mühsam es ist, das zu realisieren. In der Jahreslosung gibt uns Gott eine Zusage, die größer und tiefer ist als jeder unserer guten Vorsätze: „Siehe, ich mache alles neu!“ Dieses „Neu“ ist kein billiges Versprechen, kein Schönreden, kein Übermalen von Brüchen. Es ist Gottes eigenes Werk – manchmal leise, manchmal überraschend, manchmal gegen alle Hoffnung. Die Losung erzählt von einem Gott, der mitten unter den Menschen wohnen möchte. Ein Gott, der Tränen abwischt, Leid mindert, Wege ebnet und Zukunft schafft. Es geht um die Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der es keinen Tod mehr geben wird, kein Leid, kein Geschrei, keinen Schmerz. Gott selbst wischt alle Tränen ab. Das ist die große Hoffnung, die uns durch alle Mühen des Lebens trägt: Das Alte, das Gebrochene, das Unheilvolle wird vergehen, weil Gott etwas vollkommen Neues schafft. Es ist die Vision einer neuen Schöpfung, in der Gottes Nähe alle Dinge verwandelt. Bei unseren eigenen guten Vorsätzen geht es oft um die Sehnsucht nach Veränderung, nach Versöhnung, nach einem neuen Miteinander, nach Mut, nach tieferem Vertrauen. Die Losung lädt uns ein, dieses Jahr bewusst als Zeit der Erneuerung zu gestalten: geistlich, persönlich, gemeinschaftlich. Viel-leicht wird gerade dort etwas neu, wo wir es nicht erwartet hätten – in einer Beziehung, in einem Projekt, in uns selbst. Was könnte in diesem Jahr neu werden? Welche Wege tun sich auf? Welche alten Muster dürfen wir loslassen? Darüber lässt es sich gut in Gemeinschaft nachdenken. Als Kirchengemeinde sind wir dazu berufen, das Neue, das Gott in unser Leben bringen möchte, schon anfangen zu leben. Neues gibt es auch im Leben unserer Gemeinden! Zum Beispiel gilt dieser Gemeindebrief jetzt gemeinsam für die drei Orte des Pfarrbereiches mit Heudeber, Langeln und Wasserleben. Außer den bunten Farben finden Sie Impulse, Ermutigungen und Einblicke in das, was bei uns wächst und aufbricht. Die im letzten Herbst neu gewählten Gemeindekirchenräte haben sich inzwischen konstituiert und ihre Aktivitäten aufgenommen. Hier und da sind schon neue Ideen für das Gemeindeleben entstanden, wie das „Gemeinsam Singen zu Gottes Ehre“ in Heudeber und das „Bibel zum Frühstück“ in Wasserleben. Und natürlich gibt es viel „Altbewährtes“ in neuer Auflage, zum Beispiel die Brunchgottesdienste und der Weltgebetstag. Und nicht zu vergessen: unsere sonntäglichen liturgischen, also „ganz normalen“ Gottesdienste. Es gibt viele Orte und Zeiten, an denen Freude und Gemeinschaft im Gebet, Gesang, Glauben, Wissen und Genießen möglich sind. Ich hoffe, Sie sind neugierig geworden und schauen mal vorbei. Termine sowie weitere Informationen dazu gibt es auf den nächsten Seiten.

Ihre Pfarrerin Roseli Arendt

AUF EIN WORT (4-2025)

Liebe Leserinnen und Leser!

Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch!“ Wie kann das nur sein, bei so vielen Zeichen um uns herum, die das Gegenteil zu bezeugen scheinen? Woran kann ich erkennen, dass das Reich Gottes da ist? Was meinte Jesus überhaupt damit? Das Reich Gottes ist überall, wo es Zeichen des Friedens, des Glücks, der Freiheit gibt. Zeichen des Segens. Manchmal ganz leise nur. Ich mache mich auf den Weg, solche Zeichen zu erkennen und beginne bei einem Spaziergang im Dorf. Bei jedem Weg, den ich gehe, kann ich ein kleines Stück davon erleben. Im Park betrachte ich die wunderschönen, uralten Bäume. Die Blätter beginnen sich zu färben. Ein Eichhörnchen huscht schnell den Baum hoch und versteckt sich vor mir. Die Vögel zwitschern. Das Wasser rauscht durch den Bach. Kinder haben im Flussbett die Steine versetzt und eine neue Wasserlandschaft gebildet. Der Himmel beginnt, sich grau zu färben und ich hoffe, dass die Wolken bald den Regen bringen, der die Pflanzen tränken und noch lebendiger werden lassen. Hier und da begegnen mir Menschen, die wie ich, mit ihrem Hund unterwegs sind. Die Hunde beschnuppern einander. Wir grüßen uns, manchmal lächelnd, manchmal flüchtig – oder wünschen einen schönen Tag. Vielleicht nehmen sie das Lächeln mit und geben es weiter. Ich denke an die Menschen, die mir vertraut sind. Manche wohnen gleich um die Ecke, andere sind weit weg, ich werde sie lange nicht sehen. Die einen haben gerade ein Baby bekommen und erleben nun kurze Nächte und doch schwebend im Glück. Für andere ist das Leben mühselig. Die eine ist vom Beruf gestresst, einem anderen steht eine Operation bevor. Bei einer Geburtstagsfeier kommen viele Menschen allen Alters aus Nah und Fern zusammen. Kinder toben fröhlich im Raum, während sich die Alten über Probleme des Alltags unterhalten. Einige spüren die Last der Jahre in den Knochen während andere, genauso alt, von lustigen und körperlich fordernden Unternehmungen schwärmen. Wie verschieden die Menschen nur sind! Am Ende hat jeder von uns ein „Päckchen“ zu tragen. Es gibt viel Schweres in der Welt und im Leben jedes Einzelnen, aber es gibt auch Segen, wofür es sich lohnt, dankbar zu sein. Überall kann es sein, in meiner Nähe, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Es wahrzunehmen, verändert meinen Tag. Und wer weiß, vielleicht sogar mein Leben.

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin R. Arendt-Wolff

In eigener Sache (4-2025)

Wenn man in einer Zeitschrift einen Abschnitt mit dieser Überschrift entdeckt, weiß man sofort: Hier stehen Veränderungen an. Entweder steigen die Preise oder es ändert sich der Erscheinungsrhythmus, eventuell wird das Erscheinen ganz eingestellt. Ja, nicht weit gefehlt, auch bei uns stehen Veränderungen in Sachen Gemeindebrief an. Dieser Gemeindebrief zum 4. Quartal des Jahres 2025 ist der letzte dieser Art, sein Erscheinen wird eingestellt. Ab Januar 2026 gibt es dann einen neuen Gemeindebrief für den Pfarrbereich Wasserleben (Wasserleben, Langeln, Heudeber) als Teil eines großen kirchlichen Entwicklungsraums mit den derzeitigen Pfarrbereichen Wasserleben, Veckenstedt und Ilsenburg. In den nächsten 10 Jahren sollen diese Pfarrbereiche weiter zusammenwachsen, gemeinsam und miteinander neues gemeindliches Leben entwickeln. Vielleicht gibt es dann ja in 5 oder 8 Jahren sogar ein gemeinsames Gemeindeblatt für diesen Bereich – wer weiß. Als Gemeindekirchenrat in Langeln haben wir beschlossen einen Jahresbrief für unsere Orstgemeinde zu erstellen. Dieser soll im ersten Quartal jeden Jahres erscheinen und sich rückblickend und vorausschauend mit den gemeindlichen Belangen und Ereignissen in Langeln beschäftigen. Nun genug in eigener Sache erzählt, schauen wir auf die Höhepunkte, die uns im letzten Quartal dieses Jahres noch erwarten. Am Sonntag dem 12. Oktober feiern wir unseren Erntedankgottesdienst beim Langelner Erntefest, welches wieder in Verantwortung von Blasorchester, Rassegeflügelzuchtverein und der Interessengemeinschaft für Historische Landtechnik erfolgt. Beim „Kirchenkrimi – ein rätselhafter Gottesdienst für Leib und Seele“ wird am 26. Oktober der dann neu gewählte Gemeindekirchenrat in sein Amt eingeführt. Nach der dunklen Novemberzeit wird es im Advent Woche für Woche wieder etwas heller, bis dann das Licht an Heiligabend in der Christvesper mit Krippenspiel in die Welt kommt. Auf dem Weg dahin wird eingeladen zum Musikalischen Advent am 2. Adventssonntag und tags zuvor laden unsere Feuerwehr und ihr Förderverein wieder zum Weihnachtsmarkt ein. Der dritte Advent wird motorisch besinnlich mit der Lichterfahrt unserer Historischen Landtechnik. Heimatverein und Kirchengemeinde laden dann wieder zum Ausklingen auf den Kirchhof ein, wo die Lichterfahrt endet. PS: Das Knutfest ist für den 17. Januar 2026 geplant.

Ich wünsche uns viele gelungene Veranstaltungen im letzten Quartal dieses Jahres, eine besinnliche Zeit des Advent, gesegnete und fröhliche Weihnachten sowie ein liebevolles und friedliches Miteinander im neuen Jahr!

Hendrik Finger

Kirchenputz 2025

Der Gemeindekirchenrat bittet zur Mitwirkung beim diesjährigen Kirchenputz am 29. August 2025 ab 15.00 Uhr. Der Einsatz steht unter der Leitung von Miriam Stoor, die alle fleißigen Helferinnen und Helfer in der Marienkirche erwartet. Wer Besen und Lappen zur Reinigung mitbringen kann, sollte das gerne machen. (Vielleicht gibt es ja auch ein Tässchen Kaffee)