Gemeindekirchenratswahl 2019

An alle wahlberechtigten wurde Briefwahlunterlagen ausgegeben. In der Hauptstraße 11, am Pfarrgarten ist dafür der schwarze Wahlbriefkasten vorhanden. Die Wahlbriefe dort einzuwerfen ist ist bis zum 4. Oktober 2019 möglich. Am Sonntag, dem 5. Oktober 2019, kann in der Zeit von 10.00-11.00 Uhr der Stimmzettel aber auch direkt im Wahllokal (Gemeinderaum) abgegeben werden.

Wenn die Kirche zur Speisekammer wird (4-2019)

Wenn die Kirche zur Speisekammer wird, dann muss wohl ein besonderes Ereignis ins Haus stehen. Unser Langelner Heimatmuseum existiert seit dem Herbst 1999, also 20 Jahre. Dieser Geburtstag wurde nun am Tag des Offenen Denkmals begangen. Ein wundervolles

Fest, in deren Vorbereitung und Durchführung wir als Kirchengemeinde mit eingebunden waren. Ein Festkomitee unter der Leitung von Ortsbürgermeister Bernd Waßmus hatte alles ganz wunderbar vorbereitet. „Ein wirklich gut gelungenes Fest“, ließ sich von Langelnern und Gästen immer wieder vernehmen. Es war auch für unsere Kirchengemeinde, die sich – durch die räumlichen Gegebenheiten – mitten im Geschehen befand, eine gute Möglichkeit dem Dorfleben die Türen zu öffnen. Nur gemeinsam mit den Vereinen und Einrichtungen, wie Kindertagesstätte und Grundschule, lassen sich solche Höhepunkte schaffen, die einen wesentlichen Bestandteil dörflichen Lebens ausmachen.

So fand das Team des Heimatmuseums Unterstützung vom TSV Langeln, dem gerade zwei Tage zuvor gegründeten Heimatverein und unserer Kirchengemeinde. Die Freiwillige Feuerwehr und der Getränkeshop Uehre sorgten neben den vielen fleißigen Bäckerinnen für das leibliche Wohl. Ein wunderschönes Programm boten unsere Kleinsten aus der Kindertagesstätte zur Freude aller Anwesenden. Grundschulkinder der Erich Kästner Grundschule hatten sich im Vorfeld bereits mit der Thematik des Museums auseinandergesetzt und zeichnerisch ihre Sicht des Kirchturms umgesetzt. Es war nur recht und billig, dass die Kinder ein buntes Programm mit Hüpfburg und anderen Spielereien im Pfarrhof erwartete.

Das Langelner Blasorchester gratulierte dem Museumsteam auf seine ganz eigene Weise und dies nicht nur zu dessen Freude. Eine weitere Bereicherung waren die Ilsenburger Nennenfrauen, die schon in vergangenen Jahren den Tag des Offenen Denkmals immer mal wieder mitgestalteten. In diesem Jahr stand neben Handarbeiten wie Klöppeln und auch Spinnen das Rösten von Malzkaffe im Vordergrund und Mancher ließ sich diesen Kaffee schmecken.

Neben würdigenden Worten für die Arbeit der Museumsgründerin Gudrun Berndt, ihrer Nachfolgerin als Museumsleiterin Helga Nehrkorn und für das ganze Museumsteam hatte Bürgermeister Bernd Waßmus auch eine Prämie in der Tasche.

Am 13. Oktober wird es mit dem Erntdankfest einen weiteren Höhepunkt im Dorfleben geben, an dem wir als Kirchengemeinde beteiligt sind und bereits 14 Tage später, am 27. Oktober um 9.30 Uhr, wollen wir bei einem Familiengottesdienst und anschließenden Kirchenkaffee an den Glockenguss unserer neuen Glocke erinnern.Sie hat nämlich am 23. Oktober ihren zehnjährigen Geburtstag!

Zum Musikalischen Advent laden uns der Kirchenchor und seine Partner dann am 2. Adventssonntag um 16.00 Uhr in die Marienkirche ein, sicher wieder ein Höhepunkt in der Langelner Dorfgemeinschaft.

Ich wünsche allen einen behüteten Weg durch einen vielleicht stürmischen Herbst, eine besinnliche Zeit im Advent und später dann gesegnete Weihnachten!

Hendrik Finger

Auf ein Wort (3-2019)

Monatsspruch für Oktober – Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen. Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben.

(Tobit 4, 8)

Liebe Gemeinde,

in Berlin sitzt er schon seit Jahren jeden Sonntag zur Gottesdienstzeit vor der Tür der Gethsemanekirche: ein geistig behinderter Mann, der jedem entgegen ruft: „Almosen! Kleine Spende!“ Manche geben ihm einen Euro oder etwas Essen. Manche sind genervt.

Wenn in der U-Bahn der Mann vorbeikommt, der die Obdachlosenzeitung verkauft, runden manche von 1,50 auf 2 Euro auf. Von türkischen oder arabischen Jugendlichen bekommt er fast immer 20 Cent. Das gehört zu ihrer Kultur.

Für uns ist „Almosen“ eher ein hässliches Wort. Im Fremdwörterbuch steht: „Umgangssprachlich: billige Abspeisung“.

Dabei ist die Grundidee nicht schlecht: Es geht nicht nur um das Geld, sondern um das Ritual des Gebens. Das Zuwenden. Das gibt auch dem Geber etwas. Wer viel spenden kann, spende viel; ob für das Freibad oder das Kirchengebäude oder was Ihnen sonst wichtig ist. Sie werden das nicht bereuen; das ist meine Erfahrung. Aber auch kleine Spenden sind erlaubt. Oder Nicht-Materielles: Vor 30 Jahren – am 7. Oktober ´89 – war ich vor der Gethsemanekirche.

Solange Michail Gorbatschow in der Stadt war, hielten die Einsatzkräfte sich zurück, und es kam auf den Straßen rings um die Kirche zu den Demonstrationen mit den Kerzen und den Sprechchören: „Keine Gewalt! Wir sind das Volk.“ Ab 22 Uhr wurde brutal geräumt, und für Viele begannen 48 schlimme Stunden mit Stehen, ohne sich bewegen oder sprechen zu dürfen, Toilettenverbot, Schlägen. Ich entging dem nur, weil ich mich in einem Hausflur versteckte und die beiden Polizisten, die ihn durchsuchten, so taten, als hätten sie mich nicht gesehen.

Deshalb liebe ich die – im übertragenen Sinn – offenen Hausflure. Die offenen, zugewandten Menschen.

Paul Beutel

Erntedankfest

Das Erntedankfest steht vor der Tür. Wir feieren den Erntedankgottesdienst beim Langelner Erntedankfest am 13. Oktober um 10.00 Uhr in der Fichte. Über Erntegaben würden wir uns sehr freuen und es wäre schön, wenn sie am Freitag, dem 11. Oktober ab 17.00 Uhr in der Fichte abgegeben werden könnten. Vorher ist natürlich auch die Abgabe im Pfarrhaus möglich.

Festwochenende 29./30.6.

Herzliche Einladung zum Festwochenende des 800 jährigen Jubiläums der Gründung der Kommende des Deutschen Ordens 1219 in Langeln am 29./30. Juni 2019 in Kirche und Pfarrgarten

Samstag 29.6.2019 Vorträge u. Musik durch die Jahre der Geschichte 14.00 Uhr Offener Beginn mit Treffen im Pfarrgarten

Sonntag 30.6.2019 Festgottesdienst und Gemeindefest 10.00 Uhr Festgottesdienst mit Musicalaufführung „Der verlorene Sohn“. Anschließend Gemeindefest im Pfarrgarten mit Mittagessen vom Grill und 14.00 Uhr die Musikalische Kaffeetafel umrahmt vom Blasorchester Langeln

Sommer zwischen den Jubiläen (3-2019)

Wenn diese Zeilen im Druck sind, dann feiern wir gerade das Jubiläum der Gründung der Langelner Deutschordens-Kommende vor 800 Jahren. Sicher ein großes Fest. Daher ist es gut, wenn nun vor uns die Sommerferien und etwas Erholung liegen. Im letzten Jahr war diese Sommerzeit gefüllt mit der Neueindeckung unseres Pfarrhausdaches. Dies ist zur Freude der Gemeinde zu einem gelungenen Werk geworden. Baulich ist in diesem Jahr etwas Ruhe, wir brauchen die Kraft für die Festlichkeiten, denn nach der Sommerpause steht das nächste Jubiläum ins Haus. Unser Langelner Heimatmuseum im Kirchturm existiert in diesem Herbst 20 Jahre. Die Öffnung von Turm und Kirche am Tag des Offenen Denkmals ist seit Jahren zu einer guten Tradition geworden. In diesem Jahr wollen wir dabei auch ein wenig den 20. Geburtstag feiern. Also den Sonntag, 8. September, schon einmal vormerken, genaueres ist dann über Aushänge und die Presse zu erfahren. Zwei Wochen später feiern dann die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden ihre diesjährige Jubelkonfirmation in unserer Kirche und im „Schwarzen Ross“. Walburg Meyer hat dankenswerter Weise wieder die Koordination von Seiten der Kirchengemeinde übernommen.

Zwischen den Feierlichkeiten laufen die Gottesdienste und anderen Veranstaltungen wie gewohnt weiter. Pfarrer Albrecht und seine Frau werden aber nicht wieder zur Urlaubsvertretung anreisen. Das ist ihnen im Alter nun doch zu beschwerlich. Dankbar schauen wir auf viele gemeinsame Sommer zurück.

Hat auch das Bauen in diesem Jahr etwas Pause, so beginnen doch gerade die Planungen für das nächste Jahr. Der Nordeingang in unserer Kirche, de „Haupteingang“ muss instandgesetzt werden, damit er auch zukünftig seine Funktion erfüllen kann. In diesem Zuge soll dann auch die Kirchentür, die Hoyer von Lauingen im Jahr 1613 dort einbauen ließ, restauriert werden. Über der Kirchentür gab es damals, so überliefert es Eduard Jacobs, folgende Inschrift: „Anno 1613 hat her Hoier von Lawingen, comentor zu Lengelem, dies kirchthuer bawen lassen.“

Nun aber wünsche ich uns erst mal einen schönen Sommer mit genügend Freiraum zur Erholung, den Kindern tolle Ferien und allen Reisenden, dass sie behütet ans Ziel und wieder heim kommen.

Hendrik Finger

Auf ein Wort (3-2019)

Liebe Leser,

Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder. (Sprüche 16,24)

Wenn ich zum Frühstück wählen kann zwischen einem Honigbrötchen und einer Käsestulle, dann freue ich mich auf das süße Brötchen. Auch tagsüber brauche ich immer mal wieder was Süßes. Einen Energieschub. Und bei allem, was an Zucker schlecht ist, hat doch der Honig etwas Gutes. Der weise König Salomo vergleicht die Wirkung von Honig mit guten Worten: „Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ Salomo beobachtet: Gute Worte können wie guter Fruchtzucker sein. Sie werden vom Körper aufgenommen und spenden Energie. Damals stellte man sich das so vor: Die Empfindungen der Menschen sitzen in den Gliedern. In Redewendungen begegnet uns das heute noch: „Da habe ich mich bis auf die Knochen blamiert“, sagen wir beispielsweise. Was „bis auf die Knochen geht“, berührt mich im Innersten. Wo ich mich schäme. Wo ich versagt habe. Wo ich verletzt wurde. All das steckt mir in den Gliedern. Die Naturheilkunde schreibt dem Honig heilende Fähigkeiten zu. Honig wirkt entzündungshemmend. Und die Süße – in Maßen – gibt Energie. Was für den Körper der Honig ist, ist für unsere Seele das ermunternde Wort. Wir brauchen die Erfahrung, dass jemand für uns da ist, mit uns redet, uns zuhört. Freundliche Worte richten uns auf. Verletzungen können heilen. Wir können uns gestärkt auf den Weg machen. Wie gut tut das, wenn jemand wohlwollend mit uns redet. Was für eine Kraft steckt in ermutigenden Worten. Die Süße guter Worte habe ich immer wieder erfahren. Gott sei Dank. Ich nehme mir vor, sie weiter zu geben. Dazu überlege ich mir, wem ich heute begegne. Und wie ich ihr oder ihm etwas Gutes sagen kann. Ehrlich soll das sein. Nicht schleimig. Wertschätzend und aufbauend. Wer weiß, vielleicht gibt das diesen Menschen neue Energie. Honig für die Seele. Der weise Salomo ist sich sicher: Genauso funktioniert das. Denn „freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“

Ihr Sebastian Beutel