Raus aus dem Sommerloch (September-November 2022)

Das Sommerloch ist eine Bezeichnung, die sich auf die Massenmedien, besonders der Tagespresse und der Nachrichtenagenturen bezieht. Es steht für eine nachrichtenarme Zeit, die vor allem durch die Sommerpause der politischen Institutionen, der Fußballbundesliga und von Bildungseinrichtungen geprägt ist. Politisch gab es in diesen Zeiten kein Sommerloch, auch sportlich nicht. Da konnten wir eine tolle Fußballeuropameisterschaft der Frauen erleben und die Fußball-Ligen sind schon vor Ferienende in Betrieb. Vielleicht hatte ja jeder sein eigenes Sommerloch, in dem er abschalten konnte vom Alltag, egal ob mit Schwimmflossen oder Wanderrucksack, ob mit einem ruhigen Platz im Garten oder auf dem Balkon, oder einfach nur mit dem Buch in der Hand auf dem heimischen Sofa. Diese Ruhemomente sind wichtig für uns. Nur wer auftankt, kann wieder ins Rollen kommen und etwas bewegen. Auch in der Kirchengemeinde hatten wir ein kleines Sommerloch, welches wir so langsam wieder verlassen. Im September setzt die Kinderkirche wieder ein, auch der Konfirmandenunterricht. Unsere Gemeindekreise finden zurück in ihre Regelmäßigkeit. Im September steht auch unser Gemeindefest am Tag des offenen Denkmals ins Haus, das wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Heimatfest des Langelner Heimatvereins am 11. September begehen. Start ist 14.00 Uhr in der Kirche. Vierzehn Tage darauf in unserem zweiwöchigen Gottesdienstrhythmus, zur gewohnten Zeit um 9.30 Uhr, probieren wir mal etwas Neues aus: „Gottesdienst unterwegs“. Wir haben einen Bus mit 19 Plätzen engagieren können, der uns zum Rittergut Lucklum bringt. Unterwegs feiern wir im Bus einen kleinen Gottesdienst, für mehr reichen die Kilometer nicht. In Lucklum gibt es eine Führung, in der auch auf die gemeinsame Geschichte des Deutschen Ordens in Langeln und Lucklum eingegangen wird. Für die Rückfahrt ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Leider haben wir nur 19 Plätze, daher ist eine Voranmeldung bei Hendrik Finger nötig. In den nächsten Jahren könnte dieses Format: „Gottesdienst unterwegs“ zu einer Tradition werden. Eine Jubelkonfirmation haben wir für dieses Jahr nicht geplant, da es keinen Jahrgang an Langelner Goldkonfirmanden gibt. Die junge Tradition des Erntedankgottesdienstes beim Langelner Erntefest ist in diesem Jahr hoffentlich wieder möglich, die Planungen für das Erntefest laufen bereits. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Spätsommer- und Herbstzeit in der die Nachrichten wieder an Schrecken verlieren und der Friede in der Welt näher rückt. Zumindest sollte es uns gelingen bei allen Schwierigkeiten, die auf uns persönlich zurollen, den Frieden in unseren Herzen zu bewahren.

Hendrik Finger

Auf ein Wort (Juni-August 2022)

Die Bilder sind erschütternd und lassen keine Ruhe. Bomben zerstören in sekundenschnelle, was mühsam, Stein für Stein aufgebaut wurde. Menschenhand zerstört, was von Menschenhand gebaut wurde. Menschenhand zerstört, was Gott gemacht und gewollt hat. Menschenleben – Frauen, Männer und Kinder. Diese Welt wird nie wieder dieselbe werden. Die Schöpfung, Gottes Eigentum ist bedroht. Darum: Krieg darf um Gottes Willen nicht sein! Es gibt nichts, was man daran gut finden könnte. Nichts! Nicht zum ersten Mal ist die Welt erschüttert. Kriegsgebiete gibt es viele. Doch dieser Krieg, so nah, erschüttert uns insbesondere, weil er etwas infrage stellt, das als selbstverständlich galt: 77 Jahre Frieden in Europa. Hatten wir vergessen, dass Frieden ein Pflänzchen ist, das dauerhaft und unaufhörlich gehegt und gepflegt werden muss? Was treibt Kriegsherren an? „Da greifen sie wegen unzureichender Worte im Namen der gleichen Liebe zu den Waffen. Und so ist Krieg…“ So schrieb einmal Antoine de Saint- Exupery. Es fällt schwer zu denken, dass im Namen der Liebe zu den Waffen gegriffen wird. Es fällt schwer zu glauben, dass Menschen aufgrund unzureichender Worte wahllose Zerstörung und Tod verbreiten. Es fällt schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die sich nicht erfreuen – an wunderschönen Sonnenaufgängen, an zwitschernden Vögeln im Frühling, an lachenden Kindern und blühenden Blumen im Garten. An schöner Musik, die das Herz ergreift und beschwingt. Es fällt schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die keine Ehrfurcht vor dem Leben haben. Wort- und sprachlos möchte ich nicht werden. Ich möchte weiterhin an das Gute glauben und für den Frieden beten, die Sorgen und Leiden dieser Welt in Gottes Hand geben: Für die Sorgen und das Leiden dieser Welt Gott, wir bitten dich: Erbarme dich, erhöre unsern Ruf! Höre das Seufzen der Schöpfung Tag und Nacht. Sieh die Tränen deiner Kinder. Wir sehnen uns nach dir, sei uns nah! Gib Frieden, Gott, Gerechtigkeit und Freiheit allen Menschen. Umarme diese Welt, Herr, erbarme dich! Und gib uns Kraft, um deiner Liebe ein Gesicht zu geben Bis uns der Himmel blüht. Kyrie eleison!

Es grüßt Sie Ihre Pfarrerin Roseli Arendt-Wolff

Soll erfüllt – Urlaub kann kommen (Juni-August 2022)

Was für eine Überschrift! Muss man denn ein Soll erfüllen, um sich mal Ruhe und Erholung zu gönnen? Sicher braucht Urlaub nicht die Voraussetzung, vorher etwas Bestimmtes erreicht zu haben. Es ist natürlich jedem überlassen, sich Ziele zu stecken, die erst erreicht werden müssen, um eine Form der Belohnung zu erhalten. Leider fällt es oft schwer, sich das richtige Pensum zu setzen. Da ist der Tag rum und ach, ich wollte doch eigentlich noch dieses und jenes schaffen. Jetzt ist Gelassenheit angesagt, auch wenn es schwer fällt. „Morgen fangen wieder hundert Tage an“, sagte mir meine Großmutter in solchen Situationen. Auch für unsere Kirchengemeinde fangen immer wieder hundert neue Tage an und doch ist vieles nicht aufzuschieben, muss organisiert und geschafft werden. Egal ob es um das Leben in der Gemeinde oder um bauliche Aufgaben geht, immer wieder ist menschlicher Einsatz gefragt. Wie ein Wasserrad vom Wasser bewegt wird, so schieben immer wieder kleinere und größere Aufgaben gemeindliche Hände und Köpfe an und das Leben der Gemeinde dreht sich, dreht sich immer weiter. Gut, dass es diese Hände und Köpfe, sprich diese Menschen gibt, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Gemeinde, ganz gleich in welchem Bereich, engagieren. Jetzt, wo für viele Urlaub und Erholung naht, ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, alles Tun zu würdigen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, euch allen zu danken, für das, was in unserer Gemeinde läuft. Zwei Ziele hatten wir uns als Gemeinde für dieses Jahr im Vorfeld des 950jährigen Ortsjubiläums 2023 gestellt. Ein neue Kirchturmtür sollte her und das alte Grabmal auf dem Kirchhof neu gesetzt werden. Ziel erreicht! Manche Besucherinnen und Besucher des Heimatmuseums konnten dieses schon durch die schöne neue Kirchturmtür betreten. Auch gab es schon lobende Worte des einen oder der anderen, die über den Kirchhof nicht mehr an einem hässlich verkommenen Grabmal vorbei müssen. Ich wünsche uns allen – gerade in diesen Zeiten von Pandemie und kriegerischen Auseinandersetzungen – die Möglichkeit, den Alltag mal hinter sich zu lassen und die nötige Erholung zu finden. Kraft muss getankt werden und sie ist bitter nötig!

Lasst uns alle behütet bleiben in SEINEM Frieden!

Hendrik Finger

Auf ein Wort (März-Mai 2022)

Am 2. März beginnt die Fastenzeit. Zählt man die Sonntage nicht mit, so sind es von Aschermittwoch bis Karsamstag 40 Tage. Wenn die Zahl 40 als Zeitraum in der Bibel vorkommt, dann geht es um eine Zeit, in der sich das Leben durch die Begegnung mit Gott verändert: 40 Tage und Nächte dauerte die Sintflut ehe Noah trockenen Boden betreten kann. 40 Jahre lang wandern die Israeliten durch die Wüste bis sie im gelobten Land ankommen. 40 Tage bleibt Moses auf dem Berg Sinai, um die Gesetzestafeln zu empfangen. Und auch Jesus fastet 40 Tage lang in der Wüste (Mt 4,1-11). Ungestört und losgelöst von alltäglichen Gewohnheiten will er über seinen Weg zum himmlischen Vater nachdenken und schließlich entscheiden. Er will Gewissheit erlangen über das, was ihm bevorsteht und über den Weg, den Gott für ihn vorherbestimmt hat. Beim Fasten geht es also um Veränderung, aber auch um Entscheidungen und um Vergewisserung sowie um Buße und innere Reinigung. Dabei werden religiöses Fasten und Fasten für die Gesundheit häufig miteinander verbunden, denn was dem Körper gut tut, tut auch dem Geist gut – und umgekehrt. Es geht beim Fasten um das Überdenken der Gewohnheiten. Wie positiv wirkt sich der Verzicht auf Alkohol und bestimmte Lebensmittel, Fernsehen, Süßigkeiten, Rauchen, Autofahren, Computer, usw. auf Mensch und Umwelt aus, wenn man stattdessen mehr Fahrrad fährt, Freunde trifft, mehr liest und gesünder isst? Beim Fasten kann man lernen, den bequemen „Versuchungen“ zu widerstehen und eine gesündere Lebensweise einzuüben. Mit der Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ lädt die evangelische Kirche seit über 30 Jahren dazu ein, die Fastenzeit bewusst zu erleben und zu gestalten. Wer sich darauf einlässt, verzichtet nicht nur auf das eine oder andere Genussmittel, sondern folgt der Einladung zum Fasten im Kopf unter einem jährlich wechselnden Motto. Die Aktion 2022 unter dem Motto „Üben! Sieben Wochen ohne Stillstand“ lädt dazu ein, sich ein gemeinsames Ziel zu setzen und sich herausfordern zu lassen, die eigenen Gaben und Stärken im Sinne aller einzubringen. Das kann in der Familie, im Freundeskreis, im Verein oder in der Gemeinde sein. Egal, wie klein oder groß unser Ziel ist, ob wir eine schlechte Gewohnheit aufgeben wollen, bewusst auf etwas verzichten möchten oder eine große Veränderung anstreben: Auch wenn nicht alles sofort klappt, ist es doch gut, sich auf den Weg zu machen. Als seine Gemeinde sind wir eingeladen, Jesus Christus zu folgen indem wir üben, ohne Stillstand seinem Weg der Liebe zu folgen. Vieles gelingt im Team besser. Lasst uns gemeinsam weitermachen!

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Pfarrerin Roseli Arendt-Wolff

Das Dorf Langeln wird im nächsten Jahr 950 Jahre alt – wir sind mittendrin (März-Mai 2022)

Im nächsten Jahr soll in Langeln ein runder Geburtstag gefeiert werden. Das Dorf Langeln wird 950 Jahre alt und da sind wir als Gemeinde natürlich mittendrin statt nur dabei. Gerade laufen die Planungen im Festkomitee, in dem wir auch vertreten sind, auf Hochtouren. Die Festlichkeiten im nächsten Jahr sollen sich auf eine Festwoche konzentrieren, die etwas länger als eine Kalenderwoche wird. Der Termin dafür steht: Von Freitag dem 23. Juni bis Samstag dem 1. Juli, an dem ein Festumzug den Höhepunkt bilden soll, plus Frühschoppen zum Abschluss am Sonntag, dem 2. Juli 2023 wird gefeiert. Zur Festwoche mit dem Festumzug wird es eine Festschrift „950 Jahre Langeln“ geben sowie eine dafür gestaltete Fahne. Die ersten Exemplare davon sind schon angefertigt. Für die Festwoche sind einige Dinge geplant: Preisschießen, Theater, Vorträge, Konzerte, Sport- und Tanzveranstaltungen und vieles mehr. Am Sonntag, dem 25. Juni sind wir als Kirchengemeinde mit dem Heimatmuseum nachmittags im Zentrum des Geschehens. Der Tag beginnt mit den Langelner Jägern, die zum Jagdhornblasen und zu einer Jagdausstellung einladen. Am Nachmittag geht es mit einem Festgottesdienst in der St. Marienkirche weiter, dem ein museales Treiben rund um Kirche und Heimatmuseum folgt. Ein weiterer Höhepunkt des Tages ist ein Konzert des Vokalensembles „LaBaZi“ zum späten Nachmittag in der Kirche. In einem Festzelt auf dem Kirchhof kann der Abend ohne Hast gemütlich enden, denn am Montag macht die Festwoche Ruhetag. Der Festumzug am Sonnabend ca. 13.00 Uhr als Glanzpunkt der Festwoche wurde bereits erwähnt. Ihm wird ein reges Treiben auf dem Festplatz mit Angeboten für alle Altersgruppen folgen. Auch beim Festumzug werden wir als Kirchengemeinde dabei sein und versuchen das ein oder andere Schaubild mitzugestalten. In diesem Jahr wollen wir am Tag des Denkmals unser diesjähriges Gemeindefest mit dem Heimatfest des Heimatvereins verbinden und rund um die Kirche gemeinsam feiern. Vielleicht wird es ja eine gelungene Generalprobe für unsere Veranstaltung im Jubiläumsjahr.

Möge unser Tun SEINEN Segen erlangen und uns gelingen was geplant ist!

Hendrik Finger

Feuerwehr-Weihnachtsmarkt und Lichterfahrt

Am Samstag, dem 10. Dezember laden der Förderverein der Ortsfeuerwehr Langeln e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Langeln zum 1. Langelner Feuerwehr-Weihnachtsmarkt ein. Beginn ist 15.00 Uhr auf dem Gelände in der Schmiedebreite 15. Am selben Tag um 17.00 Uhr startet die Lichterfahrt mit der Historischen Landtechnik Langeln durch unser Dorf.

Musikalischer Advent

Lieder für die Advents- und Weihnachtszeit erklingen wieder am Sonntag, dem 2. Advent in unserer Kirche. Besinnliche Texte stimmen uns ein auf die Zeit des Wartens auf das Christfest. Im Licht vieler Kerzen werden Herzen und Sinne warm. Pfarrerin Arendt-Wolff und der Kirchenchor laden dazu herzlich ein.
Einige Kinder der Musikschule Reitmann, einige Bläser und Kantor Damm an der Orgel tragen zum Programm bei. Für die ungeheizte Kirche ist warme Kleidung sehr zu empfehlen. Am Ausgang erbitten wir eine Kollekte für die weitere Erhaltung unserer Kirche. Sonntag, 2. Advent – 16 Uhr – Marienkirche