Liebe Leserinnen und Leser!
Ein neues Jahr liegt vor uns und mit ihm ganz viel Motivation, Neues auszuprobieren und gute Vorsätze zu befolgen. Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir, wie mühsam es ist, das zu realisieren. In der Jahreslosung gibt uns Gott eine Zusage, die größer und tiefer ist als jeder unserer guten Vorsätze: „Siehe, ich mache alles neu!“ Dieses „Neu“ ist kein billiges Versprechen, kein Schönreden, kein Übermalen von Brüchen. Es ist Gottes eigenes Werk – manchmal leise, manchmal überraschend, manchmal gegen alle Hoffnung. Die Losung erzählt von einem Gott, der mitten unter den Menschen wohnen möchte. Ein Gott, der Tränen abwischt, Leid mindert, Wege ebnet und Zukunft schafft. Es geht um die Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, in der es keinen Tod mehr geben wird, kein Leid, kein Geschrei, keinen Schmerz. Gott selbst wischt alle Tränen ab. Das ist die große Hoffnung, die uns durch alle Mühen des Lebens trägt: Das Alte, das Gebrochene, das Unheilvolle wird vergehen, weil Gott etwas vollkommen Neues schafft. Es ist die Vision einer neuen Schöpfung, in der Gottes Nähe alle Dinge verwandelt. Bei unseren eigenen guten Vorsätzen geht es oft um die Sehnsucht nach Veränderung, nach Versöhnung, nach einem neuen Miteinander, nach Mut, nach tieferem Vertrauen. Die Losung lädt uns ein, dieses Jahr bewusst als Zeit der Erneuerung zu gestalten: geistlich, persönlich, gemeinschaftlich. Viel-leicht wird gerade dort etwas neu, wo wir es nicht erwartet hätten – in einer Beziehung, in einem Projekt, in uns selbst. Was könnte in diesem Jahr neu werden? Welche Wege tun sich auf? Welche alten Muster dürfen wir loslassen? Darüber lässt es sich gut in Gemeinschaft nachdenken. Als Kirchengemeinde sind wir dazu berufen, das Neue, das Gott in unser Leben bringen möchte, schon anfangen zu leben. Neues gibt es auch im Leben unserer Gemeinden! Zum Beispiel gilt dieser Gemeindebrief jetzt gemeinsam für die drei Orte des Pfarrbereiches mit Heudeber, Langeln und Wasserleben. Außer den bunten Farben finden Sie Impulse, Ermutigungen und Einblicke in das, was bei uns wächst und aufbricht. Die im letzten Herbst neu gewählten Gemeindekirchenräte haben sich inzwischen konstituiert und ihre Aktivitäten aufgenommen. Hier und da sind schon neue Ideen für das Gemeindeleben entstanden, wie das „Gemeinsam Singen zu Gottes Ehre“ in Heudeber und das „Bibel zum Frühstück“ in Wasserleben. Und natürlich gibt es viel „Altbewährtes“ in neuer Auflage, zum Beispiel die Brunchgottesdienste und der Weltgebetstag. Und nicht zu vergessen: unsere sonntäglichen liturgischen, also „ganz normalen“ Gottesdienste. Es gibt viele Orte und Zeiten, an denen Freude und Gemeinschaft im Gebet, Gesang, Glauben, Wissen und Genießen möglich sind. Ich hoffe, Sie sind neugierig geworden und schauen mal vorbei. Termine sowie weitere Informationen dazu gibt es auf den nächsten Seiten.
Ihre Pfarrerin Roseli Arendt
