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Kirchenraum

Das Innere der Marienkirche Langeln zeugt noch heute zum Teil von ihrer früheren Funktion einer Deutschordenskirche. Im Nordteil des Chorraumes befindet sich an der Wand das Kenotaph des vorletzten Langelner Ordenskomturs (1666-1674) Wolf Ludewig Spitznas, der am 24. September 1674 im Kampf gegen die Franzosen fiel. Ihm zu Ehren und zur Erinnerung ist dieser Stein ohne ein vorhandenes Grab gesetzt. Gleich daneben, gegenüber der Kanzel, befindet sich die Komturloge des Ordenskomturs die das Spitznasche Wappen trägt. Nur die Komturloge und die Kanzel durch-brechen die ringsum laufenden Emporen, die teilweise mit Leinwandgemälden bekleidet sind.
Im Zentrum des Chores steht der Altar mit einem wunderschönen spätgotischen Altarschrein (um 1480). In der Mitte steht Maria im Strahlenkranz auf dem Mond mit dem Jesuskind auf dem Arm und seitlich von ihr je drei Figuren. Wir sehen von links nach rechts Johannes den Täufer mit dem Lamm, den Heiligen Urban mit der Traube (hier irrtümlich in päpstlicher Kleidung dargestellt), einen Bischof, Maria mit dem Jesuskind, Petrus mit dem Schlüssel, Maria Magdalena mit Salbgefäß und Paulus mit dem Schwert. Über der Figurengruppe befindet sich ein Aufsatz aus späterer Zeit (um 1650) mit einem Abendmahlsbild. An den Seiten aufgesetzt sind die Figuren des Apostels Johannes mit Kelch und Jakobus der Jüngere mit der Walkerstange.
Die Kanzel zeigt vier Bilder, Christus, die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2006 wurde der fehlende Johannes hinter der Wand versteckt gefunden, seitdem blickt er ins Innere der Kanzel. Aus der Zeit des Deutschen Ordens befindet sich, heute im Chorraum aufgestellt, ein großer Eichenkasten mit Beschlägen und fünf Schlössern in der Kirche. Auf der Orgelempore im Westteil der Kirche ist die Orgel des Orgelbauers Voigt aus Halberstadt zu sehen. Nach langjähriger Auslagerung wurde sie im Jahre 2003 restauriert und wieder eingebaut.