Gemeindebrief

Winter ade! (II/2011)

Bis tief in den März hinein blieb uns der Winter in Form von frostkalten Nächten erhalten. Die Ruhe des Winters schlägt da schon einmal um in Ungeduld. Ungeduld im sehnsüchtigen Warten auf den Frühling, auf das Wiedererwachen der Natur, auf das endlich loslegen können im Garten und auf so mancher Baustelle.

Auch an der Marienkirche soll in diesem Jahr die Sanierung weitergehen. Das Mauerwerk wird uns in diesem und in den nächsten Jahren beschäftigen. In kleinen Schritten sollen aufgehende Stellen neu verfugt werden, um das Eindringen der Feuchtigkeit zu vermindern. Mit der Sanierung bzw. dem Abbruch eines Pfeilers haben wir im letzten Jahr mit diesen Arbeiten begonnen. Wir sind, so kann man sagen, nach dem riesigen Ereignis der Glockenerneuerung zum Alltag übergegangen. Ein wichtiger Schritt bei der Mauerwerkssanierung ist das Anbringen von Dachrinnen. Die Genehmigungen haben wir dafür endlich erhalten und so sollen vor den Sommerferien die Arbeiten erledigt sein. Unser Vorhaben hängt da etwas an den Bauarbeiten in der Burgstraße, in der Wasser und Abwasser neu verlegt werden.

Im Pfarrgarten sind wir in den nächsten Wochen dabei, die Neugestaltung des Gartenzaunes zur Hauptstraße abzuschließen. Stück für Stück haben wir in den letzten Jahren schon am Zaun gearbeitet und dem Dorf zu einem schöneren Gesicht verholfen.

Doch wir wollen auch in diesem Jahr nicht nur an Kirche, Pfarrhaus und Pfarrgarten arbeiten, sondern alles mit Gemeindeleben füllen. Der Frühling bringt nicht nur neue Blüten, er bringt auch ein neues Frühlingskonzert. Am 22. Mai um 17.00 Uhr sind alle herzlich eingeladen. Ab Karfreitag feiern wir unsere Gottesdienste wieder in der Kirche und ein Gemeindefest soll es auch in diesem Jahr geben.

Die Termine unserer Veranstaltungen (Gottesdienste, Kindergottesdienst, Gemeindekreise, Unterricht, Konzerte …) sind auch auf unserer Internetseite: WWW.Kirche-Langeln.de veröffentlicht.



Ich wünsche uns einen schönen Frühling, indem Neues wächst, im Garten und in der Gemeinde.



Hendrik Finger

AUF EIN WORT (II/2011)

Liebe Gemeindeglieder!

Es ist Halbzeit. Dabei habe ich weniger den Fußball im Blick - obwohl nach dem Länderspiel am vergangenen Samstag auch Halbzeit in der EM-Qualifikation ist: 5 von 10 Spielen hat die Nationalmannschaft hinter sich gebracht und der Zwischenstand bei "Halbzeit" ist hoffentlich erfreulich (ich kenne das Ergebnis vom Spiel gegen Kasachstan noch nicht).

Halbzeit ist auch bei den Landtagswahlen in diesem Jahr: vier Wahlen liegen hinter uns, drei oder vier kommen noch (je nachdem, ob in NRW neu gewählt wird). Ob die bisherigen Wahlergebnisse Freude auslösen hängt davon ab, welche politische Partei jemand bevorzugt.

Sind wir mit einer Konfirmandenfreizeit länger unterwegs, dann gibt es meist nach der ersten Hälfte ein Bergfest, also einen schönen Höhepunkt, der auch verhindern soll, dass einem die längere Zeit mit anderen "auf die Nerven" geht.

Halbzeit haben wir auch in der Passions- bzw. Fastenzeit. Gut drei Wochen sind seit Aschermittwoch vergangen und den gleichen Zeitraum haben wir noch einmal bis zum Osterfest vor uns. Und auch hier wird die Halbzeit besonders begangen. Der kommende Sonntag hat als Thema: "Freuet euch". Das scheint ja nun gar nicht in die Passionszeit zu passen: Freuet euch. Die Freude ist - zugegebener Maßen - auch nicht unbedingt mit der Freude nach einem gewonnenen Fußballspiel zu vergleichen.

Ein Satz aus Psalm 73 gibt etwas vom Charakter dieser Freude wieder: Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn.

Der kommende Sonntag soll wohl eine wohltuende Unterbrechung sein in der Passionszeit. Sie soll schon eine Zeit sein, in der man in besonderer Weise das eigene Leben bedenkt, eine Zeit, in der man an den Leidensweg Jesu denkt; sie soll deshalb aber keine "trostlose" Zeit von sieben Wochen werden, deshalb dieser besondere Sonntag in der Passionszeit.

So wünsche ich Ihnen, dass der kommende Sonntag eine wohltuende Unterbrechung wird - für den Alltag ebenso wie für die Passionszeit; damit wir die 2. Halbzeit getrost begehen können. 



Ihr Sebastian Beutel

Auf ein Wort (I/2011)

"Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." (Römer 12,21) "Einen guten Rutsch" haben mir viele in den letzten Tagen gewünscht. Einen guten Rutsch? Über die Bedeutung dieses Wunsches macht sich wohl kaum einer Gedanken – schließlich rutscht man ja nicht in das neue Jahr. Umso schöner fand ich es dann, als ich von der Herkunft der Wendung gehört habe: Im Hebräischen heißt der Neujahrstag "rosch-ha-schana" wörtlich "Anfang des Jahres". So wünschten sich die Juden in Deutschland auf Jiddisch "`n gute rosch"; daraus wurde dann der "gute Rutsch". Wir wünschen uns also nichts anderes als ein gutes neues Jahr! Gute Wünsche begleiten uns so auf dem Weg von einem Jahr in das andere. Der Beginn eines neuen Jahres ist wie eine Schwelle, über die wir gehen von einem Raum in den nächsten. Wie bei den großen Schwellen des Lebens wie etwa die Einschulung oder die Hochzeit ist der Übergang in das Neue mit Unsicherheit und Fragen verbunden: Wie wird es sein im neuen Raum, was gibt mir Halt und Orientierung? Darum wünschen wir uns gegenseitig Gutes für das neue Jahr. "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." So heißt die Jahreslosung für 2011. Auch sie soll uns Orientierung geben. Das "Böse" - so Paulus, der diesen Satz im Römerbrief schreibt - ist nicht die schlechte Tat. Er hält das "Böse" für eine Macht, die immer wieder nach uns greift. Es fällt nicht schwer, die Macht des "Bösen" in unserer Welt zu sehen. Die Zerstörung der Umwelt, das Leiden von Tieren und Menschen, Hass und Gewalt im Großen wie im Kleinen, Neid und Missgunst - jeder könnte hier die Liste beliebig verlängern. "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Dieser Satz möchte mir Orientierung geben, möchte mich einladen und auffordern: Wo es dir möglich ist, entziehe dich diesem "Bösen". Paulus geht es nicht darum, die Welt zu verändern, sondern das Verhältnis zu meinen Mitmenschen gut zu gestalten und damit auch meine Beziehung zu Gott. Möge die Jahreslosung ein guter Begleiter durch die kommenden Monate für uns werden. Darum und in diesem Sinne: Guten Rutsch! Und: Gottes Segen für das neue Jahr.



Ihr Sebastian Beutel 

Ein neues Jahr ist uns geschenkt, lasst es uns gestalten! (I/2011)

Ein ereignisreiches Jahr lassen wir in unserer Kirchengemeinde hinter uns. Mit der Glockenweihe, der Fertigstellung des Glockengeläuts und dessen feierlicher Inbetriebnahme gab es so einige Höhepunkte. Dazu konnten wir wieder viele Gottesdienste feiern und hatten zwei wunderschöne Konzerte in unserer Kirche. Den Pfeiler neben dem Nordeingang der Kirche haben wir abgetragen und einen etwas kleineren an der Südseite des Kirchenschiffes saniert. Das Mauerwerk unserer Kirche wird uns wohl in den nächsten Jahren beschäftigen, doch bis zum Frühjahr soll die Kirche erst einmal ihre verdiente Winterruhe halten. Der August und September des vergangenen Jahres waren reich an Regen, was für das Mauerwerk mit seinem Gipstreiben nicht gerade von Vorteil ist. Der Gemeindekirchenrat hat darauf hin beschlossen, noch einmal mit der Denkmalbehörde in Verhandlung zu treten, um die Genehmigung zum Anbau von Dachrinnen zu erhalten. Ich hoffe dies wird uns gelingen. Vor der Kirche möchten wir im Sommer einen Schaukasten mit Informationen zum Kirchengebäude und zum Gemeindeleben aufstellen. Es stehen immer mal wieder Touristen vor der verschlossenen Tür, die so mit Informationen zur Kirche versorgt werden können oder Möglichkeiten der Besichtigung erfahren. Auf der Empore im Chor soll der Heilige Geist, sinnbildlich als Taube dargestellt, wieder zu einem Blickfang werden. Eventuell kann dies in Form eines Leinwandgemäldes passieren, hierzu sind aber noch einige Absprachen nötig. Es wird uns also nicht langweilig in diesem Jahr, wenn es auch baulich etwas ruhiger verlaufen soll als das vergangene. Auch virtuell wurde in den Novemberwochen bei uns gebaut. Es entstand die erste Internetpräsentation unserer Kirchengemeinde. Unter der Adresse: WWW.Kirche-Langeln.de kann jetzt jeder zu Hause oder in der weiten Welt erfahren, was in unserer Gemeinde so alles läuft. Die einzelnen Gemeindekreise werden kurz beschrieben und in einem Veranstaltungsplan sind sämtliche Termine zu finden. Neuigkeiten und Kontaktdaten sind ebenso enthalten wie Informationen zur Marienkirche und ihrer Geschichte. 

Neben Gemeindebrief und Schaukasten wird uns nun auch das Internet einladen zu Gottesdiensten und Konzerten, die es in diesem Jahr wieder reichlich geben soll.

Freuen wir uns gemeinsam darauf.

Was das Jahr, welches nun vor uns liegt, wirklich bringen mag, ist noch ungewiss, ich wünsche uns aber, dass es ein gesegnetes Jahr wird. Möge der Segen und der Frieden Gottes mit uns sein, in der Gemeinde und in der Familie!



Hendrik Finger

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